Bach und seine Wegbereiter

Sonaten für Barockvioline und Orgel/Cembalo im 17. Jahrhundert

Sonntag, 25. Oktober 2026 17:00 Uhr
Pfarrkirche St. Jakobus, Rain

Eintritt: CHF 20.00
Schüler und Studierende gratis
Abendkasse ab 16: 30 Uhr

Agata Lazarczyk
Agata Lazarczyk wurde in Kraków (Polen) geboren und studierte Violine in Warschau, Lausanne und Zürich. Sie war Mitglied renommierter Jugendorchester wie dem Verbier Festival Orchestra und dem Lucerne Festival Academy Orchestra und arbeitete später u.a. mit dem Opernhaus Zürich, dem Zürcher Kammerorchester, den Festival Strings Lucerne und dem Luzerner Sinfonieorchester zusammen. Sie ist heute in der Schweiz und in Europa als Solistin und Kammermusikerin tätig. Ihre Interessen reichen vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie arbeitet regelmässig mit Ensembles wie dem Corund Ensem-ble, CHAARTS Chamber Artists, Collegium Novum Zürich und Orchestra La Scintilla und ist Mitglied des renommierten Zürcher Carmina Quartetts.

 

David Erzberger
Der Cembalist, Organist und Continuospieler David Erzberger studierte zunächst Englische Literatur, bevor er sich ganz für die Musik entschied. Studien in Cembalo, Musiktheorie, historischer Improvisation und Orgel/Kirchenmusik führten ihn nach Leipzig, Basel, Luzern und Freiburg. Er geht einer regen Konzerttätigkeit in verschiedenen Ensembles und Orchestern nach und wirkt als Haupt-organist und Chorleiter in Sachseln. Nach Lehraufträgen für Musiktheorie und Gehörbildung an den Musikhochschulen Freiburg und Karlsruhe arbeitet er zur Zeit als Cembalokorrepetitor an der Hochschule Luzern Musik und unterrichtet Cembalo an der Musikschule der Stadt Zug.

Programm

A. Gabrieli
Intonazione del septimo tono (Orgel solo)

G.B. Fontana
Sonata quarta (Barockvioline und Orgel)

G. Muffat
Sonata Violine solo (Barockvioline und Orgel)

G. Ph. Telemann
Grave aus der Solofantasie für Violine Nr. 1 (Violine solo)

A. Corelli
op. 5 No. 10  (Barockvioline und Cembalo)

J.S. Bach
Sarabande aus der Französischen Suite Nr. 5 BWV 816 (Cembalo solo)

J.S. Bach
Sonate G-Dur BWV 1019 (Barockvioline und Cembalo)

 


In ihrem Duo-Programm gehen Agata Lazarczyk und David Erzberger auf eine musikalische Zeitreise und erkunden die Entwicklung der Geigensonate im etwa hundertjährigen Zeitraum von Mitte des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts.

Eine Geigensonate bedeutete in dieser Zeit, dass auch ein Tasteninstrument, also Orgel oder Cembalo, mitspielt. Der Tastenspieler war damals kreativ gefordert: nur die Basslinie für die linke Hand ist notiert, die rechte Hand muss improvisatorisch ergänzt werden.

Bei Bach, dem Schluss- und Höhepunkt des Konzertes, sieht es dann anders aus: hier ist der gesamte Cembalopart ausnotiert, und da die Komposition aus drei gleich-berechtigten Stimmen (Geige, rechte Hand des Cembalisten, linke Hand des Cembalisten) besteht, drängt sich das Cembalo sogar in den Vordergrund.

Ergänzt werden die "Geigen- und Tastensonaten" mit Solowerken für unbegleitete Violine und Orgel, sodass auch die besondere Graf-Orgel der St.-Jakobus Kirche gebührend zur Geltung kommt.

Agata Lazarczyk und David Erzberger entdeckten ihre gemeinsame Spielfreude als junge Musikstudenten vor etwa 10 Jahren. Seither spielen sie in verschiedenen Formationen zusammen in Kirchen und Konzertsälen, mal im Ensemble, besonders gerne als Duo.

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